Anti-Date-Rape-Drug-Nail-Polish: #Feminismuskritik mit @LeFloid

This article is directed to german YouTube-Star “LeFloid” and thus written in german. My apologies, as soon as I’m back writing, I’ll be publishing something in english again.

Lieber LeFloid,

du hast eine große Fangemeinde die wohl überwiegend eher jünger ist als ich. Sicher ist dir auch bewusst, dass du einen gewissen Einfluss auf einen nicht unwesentlichen Teil deines Publikums hast. Bisher hatte ich stets den Eindruck, dass du dich über deine Themen gut informierst und kurz und knapp das Resultat, stark meinungsgefärbt natürlich, präsentierst.

Keine Jubelschreie für drogenenttarnenden Nagellack

Beim Thema Anti-Date-Rape-Drug-Nail-Polish hast du mich in dieser Hinsicht mehrfach enttäuscht.

Ich versuche dir so gut wie möglich zu erklären warum. Ich möchte vorweg schicken, dass ich mich zu diesem Thema nicht großartig belesen habe, ich habe von dem Zeug bei dir nicht zum ersten Mal gehört, aber das war es eben auch – ich habe schon mal davon gehört. Ausgleichender Weise beschäftige ich mich sonst gelegentlich „mit so Gender-Themen“. Also gebe ich dir einfach meine spontanen Gedanken wieder, warum dieses Zeug nicht ganz so geil ist wie man auf den ersten Blick denken könnte und warum ich es nicht jubelschreiend begrüße (Mir ist also die Ironie bewusst, dass ich dir Uninformiertheit vorwerfe sie aber selbst an den Tag lege).

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Elitäre Diskussionen: nutzlose Scheiße oder nutzbringender Dünger?

Elitäre DiskussionenIch las in letzter Zeit viel von Anatol Stefanowitsch, einer zweifelsohne sehr klugen Person mit der ich in vielen Dingen übereinstimme (Anatol Stefanowitsch: tumblr, Twitter und höchst hörenswerter re:publica 2014 Vortrag für jene, die ihn nicht kennen).

Ein Gedanke der mir dabei immer und immer wieder durch den Kopf geht ist der folgende: Diskussionen über Feminismus, gendergerechte Sprache, politisch sinnvolle Veränderungen und andere tolle Ideen aus klugen Köpfen sind vor allem eines – elitär. Sie finden dort statt wo Menschen mit einem tendentiell hohen Bildungsniveau (sei dies über unser verkrüppeltes Bildungssystem, autodidaktisch oder sonstwie erworben) unterschiedlicher Meinungen aufeinander treffen.

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Konflikte als Entertainment: Trolling

Konflikte als EntertainmentIm Rahmen eines Seminares zum Konfliktmanagement an der FOM Berlin, an welcher ich derzeit International Management studiere, hielt ich einen Vortrag über Trolle. Dies ist die verbloggte Variante anlässlich des #cmad davon.

Die Bilder im Beitrag stammen von Aeleron, vielen Dank an dieser Stelle noch einmal dafür! Übrigens: auch die Bilder für meine Social Accounts stammen allesamt aus ihrer Hand.

1. Was ist ein Troll?

Definitionen für Trolle gibt es unzählige und sehr verschiedene. Einig sind sich alle in einem Punkt: ein Troll will stören, die Folgen seiner Handlungen sind intendiert und bereiten ihm Vergnügen.

Claire Hardaker definierte in ihrem Vortrag „Trolling in a CMC“ zum 5th International Symposium on Politeness den Troll wie folgt:

Troller: a CMC user who constructs the identity of sincerely wishing to be part of the group, e.g. by professing or conveying pseudo-sincere intentions, but whose real intention(s) is/are to cause disruption and/or to trigger or exacerbate conflict for the purposes of their own amusement/entertainment.

(CMC = computer-mediated communication) Continue reading

Warum ich vermutlich Piraten wählen werde…

…warum das hier eigentlich nichts zu suchen hat und warum ich es dennoch hier schreibe.

German Post: Dear Readers, this post is about german politics and has thus been written in german. I promise I’ll make my next one english again.

Ich werde vermutlich #Piraten wählen. Das hat nichts damit zu tun, dass ich voll und ganz von ihnen überzeugt bin und auch nichts damit, dass ich hinter allem stehe was sie tun.

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